Die zur Weinbereitung erforderlichen Arbeitsschritte
Die Weinbereitung
Die Weinbereitung
beginnt direkt nach der Weinlese, sobald die Trauben gemahlen
und als Maische in die Gärbehälter gefüllt wurden, in denen die
alkoholische Fermentation beginnt.
Dabei wird der Zucker unter dem Einfluss von natürlichen
Hefen in Alkohol umgewandelt, wobei die Temperatur ansteigt und
Kohlendioxid gebildet wird.
In diesem
Zeitraum muss der praktisch farblose Traubenmost am Grund des
Fasses an die Oberfläche der Maische-Mostmischung gebracht
werden, um den "Tresterhut" zu begießen, der sich dort gebildet
hat.
Dieser besteht aus den festen Stoffen der Trauben (Häute,
Fruchtfleisch usw.), die unter der Wirkung des Kohlendioxids
dazu neigen, im Fass aufzusteigen und aufzuschwimmen.
Während der gesamten Gärung muss unbedingt darauf geachtet
werden, dass die Temperatur nicht über 27-28°C ansteigt, da
sonst die Hefepilze zerstört werden, wodurch die Gärung
behindert oder sogar ganz beendet werden kann.
Die erste
Gärung ("Aufbau") dauert etwa 8 bis 12 Tage. Danach erfolgt eine
Lagerung im Gärbottich zwischen einer und zwei Wochen und
anschließend ein Abziehen ("écoulage"), bei der die
verbleibenden Festkörper (Häute, Kerne) vom Seihmost ("vin de
goutte") getrennt werden.
Der nächste
Schritt in der Weinbereitung besteht in der malolaktischen
Fermentation. Dabei wird die im Wein vorhandene natürliche
Apfelsäure in die mildere Milchsäure umgewandelt, womit der
Säuregehalt auf natürliche Weise verringert wird.
Diese Fermentationen erfolgen in mit lebensmittelechtem
Epoxyharz beschichteten Betontanks die eine einwandfreie Hygiene
gewährleisten.
Verschnitt
Dies ist die
Zusammenstellung durch kunstvolles Kombinieren der aus den
einzelnen Rebsorten und Einzellagen eines Weinguts produzierten
Weine in den verschiedenen Gärbehältern zu einem einzigen
Wein, der je nach Château folgende Bezeichnung hat:
Lanessan für das Château Lanessan
Lachesnaye für das Château Lachesnaye
Sainte-Gemme für das Château de Sainte-Gemme
Das Ergebnis
muss sowohl der Qualität der vorhergehenden Jahrgänge
entsprechen, als auch charakteristisch für den betreffenden
Jahrgang sein und eine Qualität besitzen, die die Anforderungen
der anspruchsvollsten Weinkäufer erfüllt. Manchmal ist es dazu
notwendig, den Wein aus der einen oder anderen Lage
auszuschließen. Somit erfolgt heir eine echte Selektion und
nicht nur ein wahlloses Zusammenmischen der einzelnen Weine.
Zwischen der
Weinlese und dem nachfolgenden Januar werden zahlreiche
Weinproben in Zusammenarbeit mit dem Önologen und dem
Kellermeister vorgenommen, damit eine endgültige Wahl getroffen
werden kann. Im Januar oder Februar erfolgt dann die
Assemblage (der Verschnitt) für jeden Château-Wein, wonach
dessen "Ausbau" beginnen kann...
Die Reifung im Fass
Für diese Phase wäre
eher der Begriff Entfaltung zutreffend, denn hier
entfaltet der Wein im Laufe einer ca. 18 Monate langen Reifung
bzw. Alterung in Holzfässern (Barriques) sein
spezifisches Aroma und seinen spezifischen Geschmack. In dieser
Zeit ist der Austausch zwischen den Tanninen im Wein und denen
im Eichenholz und der Austausch mit der Luft von wesentlicher
Bedeutung für die Entwicklung der komplexen Aromen für den
jeweiligen Jahrgang, die oft ein Bukett von Vanille, Gewürzen
und Waldbeeren bilden …
In der
Phase der Alterung/Reifung im Fass sind außerdem verschiedene
Arbeiten wie Auffüllen ("ouillage") , Abstechen ("soutirage")
und Schönen ("collage") erforderlich, um die Trübungen, Geläger,
Niederschlag usw. im Wein zu beseitigen und diesem einen
strahlenden Glanz zu verleihen.
Danach ist der Wein zum Abfüllen in Flaschen bereit, denn alle
Weine mit dem Namen "Delbos-Bouteiller" werden unter der
Verantwortung des Weinguts "Domaines Bouteiller" abgefüllt.
Die Flaschenabfüllung
Diese Etappe ist
ebenfalls sehr wichtig und erfordert wie die vorhergehenden
bestimmte wesentliche Entscheidungen, insbesondere folgende:
- Wahl
des Datums, um große Wärme zu vermeiden,
- Wahl
des Verschlussmaterials, insbesondere der Korken. Der Kork
stellt nach wie vor das am besten zum dichten Verschließen
der Flaschen geeignete Material dar, denn er lässt während
der Lagerung keinen Sauerstoff eindringen. Die an uns
gelieferten Korken müssen die Anforderungen eines strengen
Lastenhefts erfüllen, das jedem Korklieferanten vorher
ausgehändigt wird.
- Seit
dem Jahrgang 2003 wurde eine technische Weiterentwicklung
eingeführt, mit der die Gefahr vermieden wird, dass der Wein
in bestimmten Fällen einen unangenehmen "Korkgeschmack"
erhält.
Auch das
Etikett ist wichtig. Es enthält eine ganze Reihe von
Informationen, von denen die einen fakultativ - z. B.
Jahresangabe, Rebsorte – und andere vorgeschrieben sind – z. B.
Bezeichnung der Herkunft (Appelation), Inhaltsmenge usw.
Nach all
diesen Arbeitsschritten können sich die fertig abgefüllten
Flaschen endlich in den Weinkellern der "Domaines Bouteiller"
– oder in Ihrem Weinkeller – ausruhen und dort weiter reifen,
bis sie bei einer passenden Gelegenheit entkorkt und mit der
Familie oder Freunden genossen werden! Während
der Alterung werden die Tannine weicher, während sich das Aroma
weiter entwickelt und verfeinert …. |