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Die Rebsorten
Die Weine der Region Médoc zeichnen sich dadurch aus, dass sie immer das Ergebnis einer Zusammensetzung ("Assemblage") mehrerer Rebsorten sind, von denen jede ihre spezifischen Geschmacks- und Geruchskomponenten besitzt, die in der Verbindung mit anderen den Gesamtgeschmack und Gesamtaroma des Weins veredeln.

Die in unserer Region am stärksten vertretene Rebsorte ist der Cabernet Sauvignon. Sie verleiht dem Wein seine geschätzten Haupteigenschaften – Körperreichtum, Eleganz und Haltbarkeit. Weiterhin entwickelt er im Laufe der Jahre ein komplexes Bouquet mit feinen, eleganten und rassigen Noten.

Die Rebsorte Merlot wird ebenfalls recht stark bei der Bereitung unserer Weine einbezogen. Sie zeichnet sich insbesondere durch einen runden und fruchtigen Geschmack aus. Diese Rebe ist relativ früh reif uns wird meist als erste geerntet. Sie hat eine kräftige Farbe und besitzt viel Süße.

Daneben kommen auch noch andere Rebsorten wie der Petit Verdot oder der Cabernet Franc bei der Zusammenstellung der Château Lanessan hinzu, um die Duft- und Geschmacksnoten noch zu verfeinern und zu bereichern.

Die Weinlese
Sie findet gewöhnlich zwischen September und Oktober statt, d.h. zu einem Zeitpunkt im Jahr, an dem die Trauben voll ausgereift sind. Dies ist eine der wesentlichsten Voraussetzungen für einen hochwertigen Wein.
Da die einzelnen Rebsorten unterschiedlich früh bzw. spät reifen, kann die Weinlese entsprechend zeitlich gestaffelt erfolgen. Die Technik hat auch hier viel Fortschritte gemacht, s dass die Weinlese seit Anfang der achtziger Jahre nicht mehr von Hand, sondern mit Maschinen erfolgt, die jedoch speziell für die Weinberge der "Domaines Bouteiller" ausgelegt wurden.


             

Das Sortieren

Seit 2005 wird bei den "Domaines Bouteiller" ein neues Sortierverfahren angewendet. Dieses ist von wesentlicher Bedeutung, denn es ermöglicht eine viel genauere und strengere Auslese als bisher.

Um was geht es dabei?
1. Die Maschine trennt alle Teile, die größer als eine einzelne Traubenbeere sind – ganze Traubenrappen, Blätter usw. …
2.  Die abgesonderten großen Teile gelangen in einen Behälter, in dem die  reifen Traubenbeeren von der Rappe getrennt und zur Verarbeitung weitergeleitet werden. Der Rest wird ausgesondert.
3. Ein Rütteltisch siebt die kleinen Teile unter 2 mm Durchmesser wie z. B. Sandkörner aus den verwertbaren Weintrauben aus.
4. In einem weiteren Arbeitsschritt werden die ganzen Weintrauben von den aufgeplatzten und beschädigten getrennt (Das muss man gesehen haben!)
5. Schließlich werden auch die leichteren, d.h. nicht ausreichend gereiften Trauben von den als gut befundenen Trauben ausgesondert, die abschließend zur Vinifikation freigegeben werden.

Mit diesem Verfahren haben wir die Möglichkeit, die reifen Beeren in einer Weintraube von den unreifen zu trennen – eine Möglichkeit, auf die wir seit langem gewartet haben!
Bei diesem Verfahren fallen etwa 4 bis 10 Prozent Abfälle an. Damit kann die Weinbereitung unter besseren Qualitätsbedingungen erfolgen, was bei der Zusammensetzung automatisch in einem noch hochwertigeren Wein zum Ausdruck kommt!

   


Die Maische
Nach dem Abbeeren werden die Traubenbeeren gemahlen, wodurch eine Maische gebildet wird. Deren Alkoholgehalt schwankt je nach Erntejahr zwischen 11,8 und 12,5 Grad. In manchen Jahren kann es erforderlich sein, einen bestimmten Wasseranteil durch Verdampfen zu entfernen, damit die Maische das ideale Gleichgewicht zwischen dem potentiellen Zuckergehalt und dem Tanningehalt erhält.